Pferde- und Dampfbahn in Crefeld

Das Jahr 1883 nun markiert den Beginn des öffentlichen Nahverkehrs in der Seidenstadt. Dazu wird vom privaten Betreiber der Bahnen, der Berliner Firma Reymer & Masch, die „Crefeld-Uerdinger Localbahn A.-G.“ gegründet, die zwischen dem 3. Mai und dem 5. September Dampfbahnlinien eröffnet, die die Stadt Krefeld von ihren Außenbezirken aus mit den heutigen Stadtteilen Bockum und Uerdingen, Hüls sowie Fischeln verband, die freilich damals noch selbstständige Gemeinden darstellten.

Bis in die Innenstadt reichten die Dampfbahnen aus Rücksicht auf die Anwohner jedoch nicht hinein. Vielmehr wurden die Dampfbahnlinien durch Pferdebahnen ergänzt, mit denen die Innenstadt erschlossen wurde.

Für die Pferdebahn gab es 10 zweiachsige Fahrzeuge: 8 waren geschlossene Wagen und bei den übrigen zwei handelte es sich um offene „Sommerwagen“.

Der dampfbetriebenen Localbahn stehen 1883 insgesamt 10 neue 2-achsige Dampfstraßenbahn-Kastenloks zur Verfügung, die 1891 durch drei weitere, allerdings gebrauchte, ebenfalls 2-achsige Loks ergänzt werden. Der Wagenpark der Dampfbahn fiel da schon bedeutend größer aus, denn er bestand aus 23 geschlossenen Wagen sowie aus weiteren 8 offenen Sommerbeiwagen, die zudem alle 4-achsig waren. Jeder Wagen musste mit je einem Pendelschaffner besetzt werden, so dass für jeden Pferdebahnwagen zwei Mann Personal nötig waren (Kutscher sowie Schaffner), und für den kleinsten Dampfbahnzug (bestehend aus Lok und einem Wagen) mindestens 3 Mann, nämlich neben dem Lokführer noch ein Heizer und mindestens ein Pendelschaffner. Für jeden weiteren Beiwagen eines Zuges war dann noch je ein weiterer Schaffner erforderlich.

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