Krefelder Verkehrs-AG (KREVAG)

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Nach dem Ende der privat betriebenen "Crefelder Straßenbahn Aktiengesellschaft" und Übernahme aller Aktien durch die Stadt Krefeld im Jahr 1931 wurde der ÖPNV in der Stadt nun von der "Krefelder Verkehrs-AG" in städtischer Regie weitergeführt. Der entsprechende Eintrag ins Handelsregister erfolgte zum 1. August 1931. 60 Jahre später wird der selbstständige Verkehrsbetrieb KREVAG 1991 als ein Teil in die Holding "Städtische Werke Krefeld AG" (SWK) eingegliedert und seither als "SWK Mobil GmbH" geführt.

Start mitten in der Weltwirtschaftskrise
Der Start des neuen Unternehmens fiel in eine schwierige Zeit. Bei der Gründung der KREVAG hatten sich der motorisierte Individualverkehr (heute spricht man kurz vom "MIV") sowie der Omnibus schon zu einer "Bedrohung" der Straßenbahn entwickelt – mit steigender Tendenz. Diese Entwicklung wurde allerdings mit der Weltwirtschaftkrise von 1929 bis 1932 gebremst. Die bereitete der jungen "Krefelder Verkehrs-AG" allerdings ganz andere Sorgen: Im Jahr 1930 hatte das Krefelder Straßenbahnnetz mit 15 Linien seine größte Ausdehnung erreicht. Waren im letzten Jahr der "Crefelder Straßenbahn Aktiengesellschaft" noch das gesamte innerstädtische Gleisnetz erneuert und 1929/1930 7 neue Straßenbahntriebwagen geliefert worden, so gingen nun wegen der hohen Arbeitslosigkeit die Fahrgastzahlen rapide zurück. An einen weiteren Streckenausbau oder die Beschaffung neuer Fahrzeuge war nun nicht mehr zu denken.

Der 2. Welkrieg
Am 1. September 1939 beginnt der 2. Weltkrieg. Bis 1943 bleibt Krefeld von den zerstörerischen Folgen weitestgehend verschont. Seit Mai 1940 hatte es einige Luftangriffe auf die Stadt gegeben, die aber vergleichsweise geringe Schäden verursachten. In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 1943 aber ist die Stadt Ziel des ausgedehnten alliierten Bombardements. In dieser Nacht mussten mehr als 1000 Menschen sterben, als über 2000 Tonnen Bomben auf die Stadt herniedergehen. Rund 40 Prozent der Innenstadt werden zerstört. Entsprechend groß sind auch die Schäden, die die Gleis- und Oberleitungsanlagen, Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge der KREVAG treffen. Noch im Januar 1945 gibt es erneut größere Bombenangriffe auf die Stadt, bevor für Krefeld der Krieg mit dem Einmarsch der Alliierten am 2. März 1945 endet.

Wiederaufbau und Normalität
Die letzten neuen Straßenbahnfahrzeuge waren in Krefeld 1930 angeschafft worden. Nach dem Krieg klafften nun große Lücken im Wagenpark. Ab 1949 konnten diese Lücken geschlossen werden. In den Jahren ihres Bestehens beschaffte die KREVAG folgende Triebwagen:

Jahr

Anzahl

  Beschreibung

1949

9

  2x Aufbauwagen

1950/51

11

  2x Verbandstyp

1953/54

6

  4x Großraum-Einrichtungswagen

1957

7

  4x Großraum-Einrichtungswagen

1959/60

6

  4x Gelenk-Einrichtungswagen

1962

7

  4x Gelenk-Einrichtungswagen

1964

10

  6x Gelenk-Einrichtungswagen 6xGTW

1972

7

  6x Gelenk-Einrichtungswagen 6xGTW

1974

7

  6x Gelenk-Einrichtungswagen 6xGTW

1976

6

  8x Gelenk-Einrichtungswagen 8xGTW

1980/81

20

  8x Stadtbahn-Zweirichtungswagen M8C

Summe

96

  Triebwagen

Lieferant aller Fahrzeuge war die DUEWAG. Außerdem kaufte die KREVAG noch einige Beiwagen, die ebenfalls von der DUEWAG geliefert wurden.